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Ehrenbürger

Bischof em. Wilhelm Schraml - Ehrenbürger der Stadt Erbendorf   Wilhelm Schraml wurde 1935 als zweites von drei Kindern des Bäckermeisterehepaars Karl und Justine Schraml geboren. Sein Abitur legte er 1956 im Studienseminar St. Augustin in Weiden ab. Nach seinem Studium an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Regensburg wurde Schraml am 29. Juni 1961 zum Priester geweiht. Vielen älteren Erbendorfern ist seine große Primizfeier noch gut in Erinnerung.   Als Kaplan wurde Schraml die Seelsorge in der Pfarrei Falkenstein übertragen. Unterbrochen von einer kurzen Zeit in der Pfarrei Kirchenthumbach erfolgte im Jahre 1966 der Sprung nach Regensburg in die Pfarrei St. Konrad. Geprägt durch seine Herkunft hatte sich der Jubilar schon früh in der Kolpingbewegung engagiert. Es war deshalb nicht überraschend, dass er im Jahre 1971 die Aufgabe eines Diözesanpräses der Kolpingfamilien des Bistums Regensburg übertragen erhielt.   Sein Wirken trug Früchte. 1983 wurde Wilhelm Schraml in das Regensburger Domkapitel aufgenommen. Bereits drei Jahre später, am 7. Januar 1986, ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof von Regensburg. Dieser Papst war es auch, der Schraml am 13. Dezember 2001 zum 84. Bischof von Passau berief. Sein Wahlspruch lautet: "Jesus Christus als den Herrn verkündigen".   Für seinen überaus großen Einsatz zugunsten von sozial Schwachen, Alten und Behinderten in der Funktion als Bischofsvikar für alle caritativen Werke der Diözese Regensburg erhielt er 1985 das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse verliehen. Am 2004 schloss sich die Verleihung des Bayerischen Verdienstordens an.   Persönlich wohl noch etwas höher dürfte der Jubilar aber die Übertragung der Ehrenbürgerwürde seiner Geburts- und Heimatstadt Erbendorf bewerten, die ihm am 26.Oktober 2001 zuteil wurde. Die Wertschätzung der Stadt zeigt auch die Benennung eines Straßenzugs im Wohngebiet “Brückelpoint” nach seinem  Namen: "Bischof-Schraml-Straße". Im Vorfeld seines 75. Geburtstages im Jahr 2010 hat der Bischof dem Papst entsprechend den kirchenrechtlichen Vorgaben seinen Rücktritt angeboten, das durch Benedikt XVI. damals nicht angenommen wurde. Erst am 1. Oktober 2012 nahm der Heilige Vater den Amtsverzicht von Bischof Wilhelm Schraml an. Der Heilige Vater hat daraufhin Wilhelm Schraml zum "Apostolischen Administrator" ernannt. "Mit allen bischöflichen Rechten und Pflichten" leitete der Apostolische Administrator die Diözese Passau bis ihn Anfang September 2013 Papst Franziskus von diesem Amt entband. Seinen Ruhestand verbringt Bischof em. Wilhelm Schraml in Altötting.