Kommunale Wärmeplanung
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
die Ereignisse in der Ukraine lehren uns den Wert einer warmen Stube. Für uns als Kommune und Sie als Privathaushalt stellt sich die Frage, wohin die Technik geht und wie wir uns orientieren sollen. Die kommunale Wärmeplanung kann dafür Denkanstöße liefern. Zum einen werden die Verhältnisse in Zahlen und erfasst, zum anderen haben wir in Erbendorf durch unser Fernwärmenetz Daten und Erfahrungen gesammelt, so dass wir nicht auf Vermutungen angewiesen sind, sondern konkrete Werte vorliegen. Das haben wir manchen anderen Orten voraus.
Die kommunale Wärmeplanung liegt im Entwurf auf der Homepage der Stadt Erbendorf vor und ich darf Sie dazu animieren, sich diesen Plan anzusehen. Energiewende funktioniert nicht mit Schlagworten, sondern mit Daten. Das ist im ersten Schritt mühselig, doch lassen sich damit Entscheidungen im öffentlichen und privaten Sektor nachvollziehen.
Zusammengefasst erzeugen wir in Erbendorf ca. 20% der benötigten Wärme über das Fernwärmenetz, das wir nun auf lokal er-zeugtes Biogas umstellen. Daneben verfügen mehr als die Hälfte der Haushalte heute schon eine holzbasierte Feuerstätte oder Zentralheizung. Dort wo es möglich ist, stellt sich die Wärmepumpe als gute Lösung dar. Der beste Weg ist die Kombination aus verschiedenen Wärmequellen. Unter Berücksichtigung der Investitionskosten stellt auch das Fernwärmenetz im Ortszentrum eine gute und zukunftsfähige Lösung dar. Öl und Gas sind derzeit noch konkurrenzfähig, doch dürften sie auf Dauer durch die globalen Verwerfungen und die kommende CO2 Abgabe eher am auslaufen bzw. nur noch für die Abdeckung der Spitzenlast Sinn machen.
Wir können nur Denkanstöße liefern. Jeder Haushalt ist anders und muss sich individuell anpassen.
Ich wünsche viel Spaß bei der Lektüre und freue mich auf Rückmeldungen, die wir soweit möglich einfließen lassen.
Ihr
Johannes Reger
Bürgermeister

